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EU-weite Kampagne zur Reform der EU-Wasserpolitik

Der Sommer 2018 hatte es in sich. Hitze und Dürre haben nicht nur Menschen und Tieren, sondern auch unseren natürlichen Ressourcen viel abverlangt. Allen voran unserem Wasser.

Eine der Lehren dieses Sommers ist, dass Gewässerschutz endlich ganz oben auf die politische Agenda gehört - sowohl bei der Einhaltung als auch bei der Weiterentwicklung gesetzlicher Regelungen zum unmittelbaren Schutz von Gewässern und Grundwasser, aber auch weit darüber hinaus. Gewässerschutz ist eine politische Querschnittsaufgabe, die in nahezu alle Politikbereiche integriert und mit klar definierten Zielen verfolgt werden muss.

Der Deutsche Naturschutzring als Dachverband der Naturschutz- und Umweltorganisationen hat sich dieses Themas angenommen und will diese politische Agenda vorantreiben – ganz aktuell in jetzt anstehenden Reformrunden der Europäischen Wasserpolitik. Umweltverbände in Europa (Living River Europe Coalition) und Deutschland (WRRL-Verbändebündnis BUND, DNR, Grüne Liga, NABU und WWF) haben sich zusammengeschlossen, um diesen Prozess politisch zu begleiten. Ende September 2018 wird die EU-Kommission öffentliche Konsultationen starten. Hier kommt es - ähnlich wie beim Fitness-Check der EU-Naturschutzgesetzgebung – auf eine breite Beteiligung an.

Alle Mitgliedsorganisationen sind herzlich eingeladen, die Kampagne mitzubewerben bzw. mit Aktivitäten zu unterstützen.

Worum geht es bei der Reform der EU-Wasserpolitik bzw. Wasserrahmenrichtlinie?

Die Wasserrahmenrichtlinie wurde im Jahr 2000 verabschiedet, um zahlreiche einzelne Richtlinien zu bündeln und zu garantieren, dass alle europäischen Gewässer und das Grundwasser bis 2027 in einem guten ökologischen und chemischen Zustand sind. Nach achtzehn Jahren ist die Bilanz erschreckend: Erfüllen EU-weit bisher immerhin 40 % das Ziel, sind in Deutschland nur 8,4 % der Oberflächengewässer.

Als Reaktion steht - ähnlich wie beim Fitness-Check der Naturschutzgesetzgebung - zu befürchten, dass die gesetzlichen Grundlagen aufgeweicht und Ziele in die Zukunft datiert werden.

Weitere Informationen:

Die europaweite Online-Kampagne zu den EU-Konsultationen startet voraussichtlich am 8. Oktober 2018 (www.wwf.de/livingrivers). Umweltverbände sind dazu eingeladen, das Online-Tool zur Beteiligung in ihre eigenen Websites einzubetten.

Frau Ilka Dege als zuständige DNR-Koordinatorin steht für Rückfragen gerne zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden Sie hier auf der Homepage des DNR.