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Verschmutzung des Grundwassers muss beendet werden!

Rund um die Althalde in Giesen ist das Grundwasser bis an die Sättigungsgrenze u.a. mit Rückständen aus dem ehemaligen Kalibergbau belastet. Die geplante Neuhalde wird trotz Basisabdichtung in das Grundwasser einsinken, so die Antragsunterlagen. Die BI-GiesenSchacht eV setzt sich dafür ein, dass die verschmutzten Grundwässer saniert werden. Genauso darf das Grundwasser nicht von einer Neuhalde belastet werden.
Die Gesetzgebung ist eindeutig und schützt das Grundwasser vor jeder Verschmutzung. Diese Gesetze sind sinnvoll, denn Grundwasser ist für unser Leben essentiell. Unsere Generation hat die Pflicht dieses lebenswichtige Gut für unsere Kinder zu erhalten.
Der Kreistag/Landkreis Hildesheim hat sich entschieden dem Grundwasser die gebührende Aufmerksamkeit zu geben. Dies begrüßen wir ausdrücklich. Wir erwarten das am Ende des Abwägungsprozesses eine Lösung steht, die das Grundwasser schützt und den Kalibetrieb unter entsprechenden Auflagen ermöglicht. Jetzt werden Stimmen laut, die das Vorgehen der großen Kreistagsmehrheit ablehnen. Es sollte doch lieber mit einer Steilvorlage pro K+S die wasserechtliche Genehmigung erteilt werden. Diskussionen über das Grundwasser oder detaillierte Umweltfragen verzögern die Genehmigung ungebührlich. Der Ton ist dabei harsch. Über den Stil einiger Diskussionsteilnehmer muß man verwundert sein. Auch wenn die Konfrontation zu einem demokratischen Prozess gehört sollten einige der Akteure doch sehr darauf achten, dass die notwendige Hygiene in der Auseinandersetzung erhalten bleibt. Die Beführworter des Steilvorlagen-Ansatzes spielen ein gefährliches Spiel. Die BI-GiesenSchacht und andere Umweltverbände werden sich mit einer schludrigen Einleitgenehmigung nicht zufrieden geben und die Gerichte anrufen. Das ganze wäre dann zum Leidwesen von K+S, denn die Wiederinbetriebnahme würde sich auf Jahre verzögern, verursacht durch Leute die glauben durch einen schneidigen Auftritt und ein paar lauten Ansagen zu einem Ergebnis kommen zu können. Wir denken, dass ein sauberer Abwägungsprozess, so wie ihn der Kreistag anstrebt, Rechtsicherheit schaffen wird. K+S könnte dann sehr zügig mit der Wiederinbetriebnahme von Siegfried-Giesen beginnen.
K+S gefällt die ganze Diskussion nicht, denn sie birgt Risiken für ihr gesamtes Geschäft. Wollen sie aber Rechtssicherheit und eine Grundakzeptanz bei den Anwohnern, so sollten sie die Aktivitäten der Mehrheit des Kreistages unterstützen, den Dialog annehmen und nach Möglichkeit mehr Entgegenkommen zeigen.